VHS-Kasseten zu digitalisieren bedeutet einfach gesagt, dass Videoinformationen der analogen Kassetten in Form digitaler Videoformate auf den Computer übertragen werden. Heutzutage werden sich viele Leute kaum noch ein Leben ohne ihren digitalen Camcorder vorstellen können. Doch wer bis in die 1990er Jahre Filmaufnahmen gemacht hat, wie zum Beispiel Familien- oder Urlaubsvideos, der hat diese mit analogen Kameras gedreht und dementsprechend auf analogen VHS-Kassetten gespeichert. Die Lebensdauer dieser Kassetten ist allerdings insbesondere durch zunehmende Verschleißerscheinungen der Videobänder begrenzt. Nun will man seine Filme, bei denen es sich wohl oft um persönliche Erinnerungsstücke handelt, später möglichst auch noch seinen Enkeln und Urenkeln zur Verfügung stellen können. In diesem Fall erscheint es sinnvoll, die alten VHS-Kassetten als digitale Videodateien auf den Computer zu retten. Darüber hinaus können Videofilme am PC auch sehr komfortabel geschnitten und nachbearbeitet werden.
Wer die Digitalisierung seiner VHS-Kassetten selbst übernehmen will, kann beispielsweise mit Hilfe eines analogen Videokabels Filme von einem VHS-Rekorder über den S-Video-Eingang einer TV-Karte auf den Computer überspielen. Hat der VHS-Rekorder keinen S-Video-Ausgang, kann ein Scart-Adapter Abhilfe leisten. Des Weiteren kann der Inhalt einer VHS-Kassette mit Hilfe eines VHS-DVD-Kombigeräts direkt auf eine DVD gebrannt werden. Wer nicht im Besitz der nötigen Ausrüstung zum Überspielen von Videokassetten auf DVD oder Computer ist, kann alternativ seine Kassetten von einem so genannten Kopierdienst auf DVD brennen lassen. Falls man jedoch viele Videos digitalisieren will, lohnt es sich unter Umständen aus Kostengründen, sich die nötigen Geräte zu kaufen.


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